PompejiDie Erstangekommenen waren zu früh auf dem Parkplatz der „Raumfabrik“ in Frankfurt-Heddernheim. Es war sehr kalt. Der Parkplatz füllt sich allmählich; um 10.00 Uhr dann reger Besucherandrang. Garderobengemenge, aber geordneter Einlass in die Räumlichkeiten dieser immersiven als auch multisensorischen Ausstellung, die von schriftlichen Aufklärungen, Erläuterungen oder auch Beschreibungen an den Wänden gesäumt und durch Bilder sowie grafischen Darstellungen ergänzt war. Gladiatorenhelm, Fangnetz, Schild, Dreizack und Kurzschwert hängen an den Wänden. Artefakte aus der Römerzeit sind anschaulich in Vitrinen ausgestellt. Büsten und Statuetten ebenso.

Gladiatorrüstung

Es war ein Eintauchen in eine fiktive Welt, um sich mit ihr zu identifizieren. Ein Erkunden der legendären Villen der Mysterien, also den digitalen Ort der Avatare, in dem die Geschichte mit einem Gespräch zwischen Sohn und Mutter beginnt. Dann die Visualisierung von Staub, einem Vorhang gleich und rasch dahinlaufenden Rissen in Wänden. Da sind diese wunderbar ausdrucksvoll faszinierenden Augen einer Frau, die das Szenario beobachtet. Nachdem ein Philosoph dazu kommt, steigt rumorend und dröhnend, einem Gewitter gleich, Rauch aus dem Krater des Vesuv und spuckt Feuer und Asche. Riesige Lavabrocken und Gestein gehen absolut zerstörerisch auf Pompeji nieder. So wurde Pompeji im Jahre 79 n. Chr. vollständig verschüttet. Es gab nur „eine Handvoll“ Überlebende. Auf einmal schwimmen Fische durch die Füße der BesucherInnen: Der Lavastrom ergoss sich auch ins Mittelmeer.

Im 1. Stock erwartete uns dann die Möglichkeit, mit Virtual Reality [VR Technologie] - 360 Grad Rundumsicht - in eine andere Welt einzutauchen. Sobald man die Brille aufgesetzt hatte, befand man sich in einer anderen Welt: Der durch den Ausbruch des „Vesuv“ zerstörten Stadt Pompeji und der Gladiatoren. Vom Personal werden Verhaltensrichtlinien erklärt.

Sicherheitsvorkehrungen seien getroffen, aber man solle beachten, dass man sich in einer virtuellen Welt innerhalb eines gegenständlichen Raum befände und nicht durch Wände laufen könne, also die TeilnehmerInnen wurden für gefahrloses Begehen sensibilisiert. Nicht alle machen das VR-Spektakel mit, aber diejenigen, die sich auf diesen Rundgang eingelassen haben, waren begeistert und erzählten anschließend mit freudigen Gesichtern von ihrem unglaublichen Erlebnis.

Lahmer EselAnschließend Mittagessen in der traditionellen Gaststätte „Zum Lahmen Esel“ in Frankfurt – Niederursel mit Frankfurter Küche.

Die Verfilmung durch Mario Bonnard [1889 – 1965] „Die letzten Tage von Pompeji“ mit Steve Reeves und Christine Kaufmann erfolgte erstmals im Jahre 1959 nach der Romanvorlage von Edward Bulwer-Lytton [1803 – 1873].

Alexander Bernhardt

 

 

 

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